Rumänien, eine romanische Nation? Historische Perspektiven auf den Kollaps des Kulturnarrativs der rumänischen Romanität

(Auszug aus dem Beitrag “Im Abseits. Warum Rumänien ignoriert wird.” von Thomas M. Bohn und Albert Weber in Osteuropa 69 (2019), H. 6-8, S. 328f.)

“Die Romanität von Herkunft, Kultur und Sprache ist stets ein zentrales Narrativ der rumänischen Nationalbewegung gewesen und hat ihr Denken und Wirken seit Beginn des 19. Jahrhunderts im In- und Ausland bestimmt: Die Romanität war die kulturelle Brücke, über welche die Rumänen nach außen eine enge Verbindung zum „lateinischen Europa“ aufbauen und zugleich nach innen eine „De-Orientalisierung“ ihrer Kultur betreiben wollten. Weiterlesen